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Fairphone – Ein faires Smartphone als Alternative

Das Bild am Morgen im Bus oder in der U-Bahn hat sich in den letzten Jahren deutlich verändert. Saßen früher Menschen mit geschlossenen Augen da, haben die Zeitung oder ein Buch gelesen, haben heute die meisten Menschen ein Handy in der Hand. Handelt es sich dabei nicht um ein Smartphone, sondern um ein Modell mit Tasten und ohne Touchscreen, ist das heutzutage ein ungewöhnlicher Anblick.

Dass es Smartphone-Nutzern aber nicht zwangsläufig nur auf den Komfort, den Preis und die Marke ankommt, hat ein Startup-Unternehmen namens Fairphone mit seinem Glauben an eine reflektierte und verantwortungsbewusste Gesellschaft bewiesen. Das Unternehmen verkündete Anfang des Jahres, ein fair und ethisch korrekt produziertes Smartphone zu entwickeln. Per Crowdfunding generierte das Unternehmen Geld um diese innovative Idee Wirklichkeit werden zu lassen. Aus Effizienzgründen war das erste Ziel, zunächst mindestens 5.000 Telefone produzieren zu können. Die Kunden bestellten und leisteten Vorkasse, um dem Unternehmen eine Starthilfe zukommen zu lassen und weil sie an diese Idee glaubten. Inzwischen wurden 25.000 Telefone geordert, mehr können in der ersten Charge nicht hergestellt werden. Doch das Unternehmen Fairphone sieht sich nicht nur als Produzent eines fairen Telefons, sondern sieht die ganze Sache auch als Forschungsprojekt. Alles geschieht öffentlich, der gesamte Prozess von der Idee bis zur späteren Auslieferung zum Kunden wird auf den firmeneigenen Blog gestellt. Die gesamte Kalkulation des Telefons ist online einsehbar.

Bisher ist der Preis für viele entscheidend für den Kauf

Gemäß einer von Bitkom in Auftrag gegebenen Studie besitzen aktuell 40 Prozent aller Deutschen ab 14 Jahren ein Smartphone. Während diese Zahl noch nicht allzu beeindruckend klingt, ist aus anderen schon deutlich mehr abzulesen: 80 Prozent aller derzeit in Deutschland verkauften Handys sind Smartphones. Gerade in der Altersgruppe der 50 bis 64-Jährige ist der höchste Anstieg an Verkäufen zu verzeichnen. Hier stieg die Verbreitung der Smartphones von 26 auf 39 Prozent so stark wie in keiner anderen an.

Worauf die Deutschen beim Kauf ihres Smartphones am meisten Wert legen, damit beschäftigt sich eine Umfrage auf Deals.com. Aus dieser geht hervor, dass die meisten Befragten sich dann ein neues Smartphone kaufen, wenn ihr Zwei-Jahresvertrag abgelaufen ist. In dieser Hinsicht sind sich Männer und Frauen einig. Besonderen Wert legen beide Geschlechter auch auf den Preis und einen guten Akku (Ladezeit, Haltbarkeit, Gewicht). Gefragt nach ihrer Meinung zum Konzept des Fairphones und ob sie sich grundsätzlich vorstellen könnten, ein solches zu kaufen, stimmen 64 Prozent der Frauen und 54 Prozent der Männer zu. Beide würden sich besonders aus ethischen Gründen für ein solches Telefon entscheiden, was zeigt, dass Fairphone anscheinend tatsächlich eine Marktlücke bzw. ein Bedürfnis innerhalb der Gesellschaft aufgedeckt hat.

Auf jeden Fall gilt es dieses Konzept weiter zu beobachten. Würde es die Großen der Branche inspirieren oder auch selber wachsen, wäre das sicherlich nicht das Schlechteste für die Zukunft der heutigen Gesellschaft.

Kategorie:   verschiendenes